
Der Blogtitel "Von Helden und Drachen" entstammt keineswegs blinder Willkür, ist vielmehr Resultat langen Kopfzerbrechens, fußt dieser Blog doch auf dem Unmut hinsichtlich eines bestimmten, starrköpfigen Phänomens: Das leidige, den Menschenkindern in die Wiege gelegte Schwarz/Weiß- Denken, eine Denkhaltung, die weder Reformation noch Umbruch im Laufe vergangener Epochen erfuhr.
Es mutet an, als gebäre eine Mutter stets Zwillinge: Die unbedarfte Unschuld und die furchtbehaftete Skepsis.
Warum furchtbehaftet?
Nun, würden wir nicht stets fürchten was sich unserem Verständnis entzieht, würden wir zur Andersartigkeit Verurteilte nicht fortwährend vor die Wahl der Assimilation oder in tunlichster Bälde erfolgende soziale Exekution stellen, bloß für einen Augenblick inne halten und der beschwörenden Stimme eben jenen Zwillings gebieten zu schwiegen, es bestünde die Aussicht auf einen längst zu erharren bedürfenden Morgengrauen, dass wir abstreifen das, aus uralt ererbter Bluterfahrung der Vorschnelle und Argwohn Kundigsein.
Verdurstet nicht manch einer nach einem Mundvoll Wahrheit?
Wahrheit darüber, ob in Zeiten verpöhnter Prüderie der Blick auf´s Unbekannte, von eben jenem Naserümpfen gezeichnet, nicht ebenso wie jeder noch so dämmrige Winkel der indeklinablen Schnelllebigkeit des heutigen Seins, frisches Blut solle erfahren, auf das wir endlich abstreifen des Argwohn Joch.
Getreu dem Sprichwort: Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.
Er kann ja zumindest einmal probieren.
Getreu dem Sprichwort: Probieren geht über studieren.
Wir schaffen Helden und Drachen, ziehen aus letztere zu erlegen und glauben uns auf rechtem Weg.
In diesem Sinne,
Cheers!
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